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Wer heute Nachrichten gesehen/gelesen/gehört hat, der ist wohl nicht um die frohe Meldung des Tages herum gekommen:
Deutschland wird 2006 die EU-Defizitgrenze von 3% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) klar unterschreiten.
Und zwar beträgt die Neuverschuldung dieses Jahr 2,6% vom BIP, da wird gerade überall in den höchsten Tönen frohlockt.

Aber was dabei wohl gerne übersehen wird ist, daß ja nur die Neuverschuldung reduziert wurde, nicht die Schulden, die sind gewachsen, aber eben nicht mehr so stark wie sonst.

Und wenn man jetzt mal annimmt, daß das BIP konstant bleibt, was ja nicht der Fall ist, die Wirtschaft wächst ja ein wenig und dieses "Rekordjahr" mit "nur" 2,6% Neuverschuldung als konstant annimmt, dann kommt man schnell darauf, daß sich bei diesem Schuldenwachstum die Gesamtverschuldung alle 27 Jahre verdoppelt. (Schuldenstand 2005: ca. 1,52 Billionen Euro)

Ich bin ja keiner von diesen notorischen Nörglern ;-) und ich behaupte auch nicht, daß ich irgendwas besser könnte, aber wenn ein Unternehmen regelmäßig solch eine Bilanz aufweisen würde, dann sollte man es schleunigst schließen bevor noch mehr Schaden angerichtet wird...


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