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Patchwork und Quilt

Nun haben wir sie wieder, unsere schöne Winterzeit. Eigentlich ist das ja unsere "Normalzeit", die MEZ. Nur für ein paar Monate vergessen wir das immer. Schön, dass Du wieder da bist, liebe Normalzeit.
In der es im Winter, so kurz vor Weihnachten um halb fünf Uhr schon stockfinster ist. Morgens, wenn die Kinder zur Schule müssen, und so manche/r zur Arbeit, ist es natürlich immer noch dunkel! Ach, wie ich das liebe (bähh)!
Und pünktlich zur Umstellung der Uhr kam auch das Herbstwetter, das richtig schmuddelige mit Wind, Regen, glitschigen Blättern auf Gehwegen und all den schönen Sachen.
Nicht, dass ich jetzt unzufrieden wäre über die Umstellung der Uhr oder das schlechte Wetter. Nein, das macht mir gar nichts aus, versteht das bitte nicht falsch. Solange ich nicht raus muss in diese raue Wildnis.
Wenn ich in meinen vier Wänden bleiben darf, Heizung und Ofen an, nähen darf oder auch am PC sitzen, find ich das richtig kuschelig!
Wenn es draußen schon dunkel ist, sichtlich Unwetter herrscht, der Hund auch schon draußen war und ich im warmen Zimmer sitzend raus schaue, geht mir richtig das Herz auf vor Freude. Mit einem schönen Stück zum Quilten auf dem Schoß, das wärmt zusätzlich noch. Ach, traumhaft!
Oder auch mal ein Spiel zusammen machen, wie viel und gern haben wir früher gespielt! All das kriegen wir jetzt wieder, wenn es so früh dunkel wird und die Abende so schön lang sind!
Da lasse ich doch gerne die Sommerzeit mit allen Vorteilen ihrer Hoch-Zeit hinter mir. Zumindest für eine Weile.
Und bei genauerer Betrachtung genieße ich auch ein kleines bißchen das kalte, unwirtliche Wetter draußen. Kann ich mich doch hinterher wieder so richtig über die Wärme im Haus freuen und das so richtig genießen, usw....


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Im Forum war ein Link eingestellt, der mir ein alltäglich vorkommendes Phänomen wieder mal ins Blickfeld gerückt hat. In Krümmels Blog ging es um die allzu menschlichen Vor- und Nachteile des Internets. Bezüglich Ideen haben, Ideen vorstellen und nachmachen.

Grundsätzlich meine ich, wer sich im Internet mit einer Idee, in meinem speziellen Fall mit dem Thema Patchwork und Quilt, präsentiert, sieht es natürlicherweise sehr gern, wenn die Idee oder fertige Arbeit Anklang findet. Sonst würde man das nicht ausgerechnet im Internet veröffentlichen. Anklang findet eine Idee umso mehr, je lieber und vielleicht je öfter sie nachgemacht wird. Auch das gefällt mir, zeigt es mir doch, dass ich was Besonderes gemacht habe. So gesehen ist das Nachmachen einer Idee eine Ehrenbezeugung für meine geistigen Leistungen und mein Können.
Seien wir doch mal ehrlich: Patchwork und Quilting gehören zu den künstlerischen Hobbys, die sehr zufriedenstellend sind und beruhigend und ausgleichend auf das Nervenkostüm wirken („Ich brauche keinen Therapeuten, ich mache Patchwork.“).

Zudem haben wir bleibende Werte geschaffen, an denen unsere Nachkommen (hoffentlich wissen sie das zu würdigen!) noch Freude und Wertsteigerung genießen können. Patchwork und Quilting braucht aber auch hierzulande bewunderndes Publikum. Je mehr, desto besser. Das streichelt unsere Seele, so soll es auch sein. Was wir als Quilterinnen noch brauchen, ist der Austausch und das Zusammenspiel mit Gleichgesinnten. Und das seit alters her. Das Internet hat es uns erleichtert, mit vielen Hobbykünstlerinnen der Zunft in Verbindung zu treten. Das ist eine wundervolle Einrichtung, gerade für uns Patchwork-Infizierte. Irgendwie ist es verquer, sich im Internet auch noch darüber in die Haare zu kriegen, wer wann welche Idee zuerst hatte. Denn bei näherer Betrachtung und Berücksichtigung aller Faktoren muss man erkennen und einsehen, dass eine Idee niemals einzig Einem allein einfällt. Kann ja gar nicht so sein. Wenn alle seit Anbeginn unseres heutigen Hobbys, früher Notwendigkeit, alle ihre Techniken und Ideen hermetisch unter Verschluss und streng geheim gehalten hätten, wären Patchwork-Techniken heute wohlgehütete Familiengeheimnisse, deren Nachahmung vielleicht mit hohen Geldstrafen belegt wäre. Wir alle könnten uns nicht an den Hunderten von Freebies erfreuen, die weltweit übers Internet verbreitet sind. Zur Verfügung gestellt von großzügigen, freizügigen Menschen, denen es eine besondere Freude ist, ihr Wissen und Können für die Interessierten in aller Welt offen zu legen.

Und angesichts dieser weltoffenen Freizügigkeit ist es schon mehr als peinlich, dass es auch die andere Seite der menschlichen Regungen gibt. Auch im Internet, vielleicht gerade hier, wo Anonymität herrscht und es leichter fällt, aus der Rolle zu fallen. Neid, Missgunst, Gestichel, Gezänke, wer braucht das alles? Vielleicht wäre es ganz praktisch für diese „Unruhestifter“, den PC einfach ausgeschaltet zu lassen.

Für mich jedenfalls gilt weiterhin: Ich freue mich darüber, wenn es Leute gibt, die Ideen so gut finden, dass sie diese für wert befinden, nachgemacht zu werden. Und noch schöner finde ich, dass es wohl Begeisterte gibt, die geradezu schon auf die Ideen warten und sie recht schnell umsetzen. Auch wenn diese dann als deren Eigene „verkauft“ werden, alle Betroffenen wissen, dass das so nicht stimmt. Und für alle Anderen ist es nicht so wichtig.
Darum bedanke ich mich bei allen, die meine Ideen mögen, nachmachen wollen und schätzen.


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Mama hat ein neues Hobby für sich entdeckt. Patchwork heißt das. Sie hat uns erklärt, was das ist. So ganz hab ich das am Anfang ja nicht verstanden. Warum muss man schöne Stoffe bis zur Unkenntlichkeit zerschneiden und was Neues draus machen. Als sie dann mit einigen dieser Stoffe ankam, hab ich mir schon gedacht, die kann sie ruhig zerschnippeln. So Blümchenstoffe, wie von Uroma waren die. Wie kann sie so was bloß kaufen! Es waren aber auch Stoffe dabei, die waren echt schön.Und was dabei rauskam, sah dann doch echt spitze aus.

Als ich eines Tages von der Schule heim kam, sah ich es schon von Weitem. Meine Freunde haben gekichert, es war einfach peinlich. „Hoppala, is eure Waschmaschine kaputt?“ war ihr boshafter Kommentar. Mama hatte lauter Fetzen auf die Wäscheleine gehängt. Wie lange, schmale, fransige Fähnchen flatterten da Stoffe im Wind. „Jetzt isses passiert, jetzt spinnt sie ganz!“ war mein erster Gedanke.

Zu meinen Freunden hab ich gar nix gesagt, nur den Kopf geschüttelt.

Als ich rein ging, fragte ich sie gleich: „Äh, sag mal, hast Du die Wäsche im Reißwolf gewaschen, oder was?“ Sie fand das wohl überaus lustig und lachte, ich nicht.

„Mama, Du bist so peinlich“, warf ich ihr vor, „wie kann man solche Fetzen auf die Leine hängen!“ Sie meinte dazu nur: „Daran wirst Dich gewöhnen müssen, das sind meine Patchworkstoffe. Die werden vor dem Nähen gewaschen.“

Na super! Aber ich hab mich an den Anblick gewöhnt, meine Freunde auch. Und da meine Eltern sonst als ganz cool galten, wurde das von meinen Freunden auch toleriert.

Viel gewöhnungsbedürftiger war dann, was in der Folgezeit alles kam.

„Mama, meine Hose ist zerrissen, kannst Du mir die nähen?“ „Ja, leg sie hin, ich mach das.“ Und dann kam die nächsten zwei Wochen nix mehr. Ich musste sie daran erinnern. „Jaja, ich mach das schon, gleich nachher“, und das war es wieder. Die ganze Zeit saß sie an dieser blöden Nähmaschine, hatte für nichts Anderes mehr Zeit, aber meine Hose nähte sie nicht!

„Mama, ich hab nix mehr zum Anziehen, ich sollte jetzt die Hose mal wieder kriegen, genäht, wenn’s geht“. Reißverschluß war noch schlimmer, fast keine Aussichten, eine Hose mit kaputtem Reißverschluß heile zurück zu bekommen!

Manchmal fuhrwerkte Papa auch ganz demonstrativ mit Nadel und Faden an einem Hemd rum und versuchte einen Knopf anzunähen. Das wirkte ab und zu.

Ich habe schon bald kapiert, dass Patchwork wohl was ganz Besonderes ist, etwas wie Computer spielen oder so. Wenn man mal anfängt, kommt man so schnell nicht mehr los davon.

Und Essen wird dann auch ganz und gar unwichtig. Das mussten wir in der Folgezeit immer mal wieder feststellen.

Wir lernten alle bald, zu erkennen, wann Mama ein neues Projekt in Arbeit hatte. Das waren immer die Zeiten, wenn ich von der Schule kam und es nicht nach Essen duftete, wenn ich zur Türe rein ging.

Aber zum Ausgleich gab es wieder einen neuen Quilt, eine neue Tischdecke, Wandbehang, was auch immer.

Wenn wir sagten, es wäre schön, wenn auf der neuen Tischdecke Teller mit dampfendem Essen stehen würde, versprach sie Besserung. Die kam auch, für kurze Zeit. Bis zum nächsten neuen Projekt.

Inzwischen wissen wir alle: wenn die Wäsche im Schrank zur Neige geht, Schnellgerichte oder auffallend viele Aufläufe auf den Tisch kommen, macht Mama wieder was Neues. Warten wir’s ab. Wird ja hoffentlich bald fertig sein.


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Die ersten monatlichen Kursabende lagen hinter mir, die tatsächlichen Einstiegskosten in das Hobby Patchwork waren auch erfolgreich verschwiegen. Man muss ja schließlich was für den Familienfrieden und den Haussegen tun. Und die ersten Ergebnisse meines neuen Hobbys konnten sich auch sehen lassen.

Alle freuten sich und irgendwie war es klar, dass die nächste Runde eingeläutet werden musste. Und die hieß: ich brauche mehr Platz. Und Ruhe. Denn Kreativität kann bei Diskussionen um die Höhe des Taschengeldes, wer muss wann was machen und solch unwichtige Dinge mehr einfach nicht gedeihen. Geschweige denn beim nervenzerfetzenden Sound des neuesten Reißers im Fernseher. Wie soll frau da ihre Ideen sprießen und wachsen lassen können.

Mehr Platz zu beanspruchen bedeutete aber auch, die liebe Familie muss die Notwendigkeit bemerken. Allein schon wegen des anfallenden Arbeitsaufwandes. Also verlegte ich mich erst mal darauf, die Diplomatie, die in meiner Familie verstanden wird, anzuwenden. Ich nähte damals in einer Ecke im Flur des 1.Stockwerks und musste immer bei den spannendsten Filmen zum Schneiden, Bügeln, Vorbereiten im Wohnzimmer den Tisch benutzen und leider ständig durchs Bild laufen. Die Unzufriedenheit und das Gemecker wuchsen an. Von Tag zu Tag, von Film zu Film.

Mein Vorschlag, die Nähmaschine doch in die Ecke in der Wohnküche eine Treppe tiefer zu stellen, damit endlich die Fernsehabende gerettet wären, wurde ziemlich dankbar und mit Erleichterung aufgenommen. Einziger Kommentar meines geliebten Gatten: „ Ich bin ja gespannt, wie oft wir die Nähmaschine wirklich hin und her tragen.“ Wir waren ja schließlich lange genug verheiratet, er musste es wissen.

Traumhaft! Die Familie sah fern und ich durfte, meinem Ideenreichtum freien Lauf lassen. Natürlich immer mit der Frage „habt ihr was dagegen, wenn ich näh, sonst schau ich mir halt mit euch den Film an“,

Und erst mal war alles auch ganz schön. Sauber, aufgeräumt, gut verstaut. Aber, wie der gute Wilhelm Busch schon sagte: …“ein jeder Wunsch, ist er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.“

Es kam, wie es kommen musste, das Patchworkfieber packte mich immer mehr und intensiver. So viele schöne Dinge und eigene Ideen, die unbedingt genäht werden mussten!

Die Nähecke wurde langsam unübersichtlicher, unaufgeräumter, nahm immer mehr Platz ein. Der Küchentisch, auf dem meine Schneidearbeiten stattfanden, war so manches Mal nicht für seine ursprüngliche Aufgabe zu nutzen. Meine Küche war in Gefahr, zum Stehimbiß zu verkommen.

Die Unzufriedenheit in allen Gemütern wuchs schon wieder stetig an. Es war wieder Zeit, umzuziehen. Fand ich. Also musste ich dafür sorgen, dass meine geliebte Familie auch zur Einsicht kam, Mutter braucht mehr Platz.

Am Besten in einem geschlossenen Raum, wo ich auch mal alles liegen lassen konnte und niemanden störte das.

Da wäre doch der Raum, der für die Waschmaschine immer zu schade war. Und wohin mit der? In den Keller natürlich. Mein geduldiger Ehemann hatte natürlich schon auf den nächsten Veränderungswunsch gewartet.

Schließlich, er kennt mich ja, siehe oben. Diesmal aber waren größere Umbauten vonnöten. Und Zugeständnisse meinerseits.

Wasserzu- und -ablauf in den Kellerraum, ich musste auch hoch und heilig versprechen, dass die Waschmaschine dann dort bleibt. Hab ich auch und sie ist immer noch dort unten und ein Trockner dazu.

Ich wechselte in der Folgezeit auch nur noch einmal meinen Kreativraum, der wieder zu klein wurde für all die Regale, die ich brauchte.

Der 1.Stock bot sich, wen wundert’s, wieder an. Alle Möbel, meine Nähmaschinen (inzwischen 3 Stück, eine zum Nähen, eine zum Draufstellen der Nähmaschine und eine für den Fernseher zum Hinstellen), Stoffe, Zubehör wurden dorthin zurück geschleppt, wo ich ganz am Anfang schon davor saß. Im kleinen Kinderzimmer unseres Jüngsten, das eigentlich die ganze Zeit leer stand. Er hatte längst ein größeres Zimmer bekommen.

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Die Sternen-BOM-Variation für Oktober "Morning Star"

Morning Star Block des Monats Oktober

Materialbedarf für alle Sterne des BOM: 5 Farben und 1 Hinter-grundfarbe.

Für die Sterne je Farbe ca. 0,5 m (werden in den folgenden Sternen verarbeitet), die 5.Farbe ist ein Rest von ca. 20 cmx 110 cm.. Von der Hintergrundfarbe ca.1,8 m bis 2 m.

Die fertige Größe des Sternenquilts beträgt ca. 130 cm x 170 cm Die Paper Piecing - Vorlagen des Sterns findet ihr in den Alben unter Block des Monats "Oktober"

Hier findet ihr die Vorlagen für den Oktober-BOM


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