« Unsere Kleine | BOM September, Block des Monats September »
Das ist unser Sheba. Er ist ein absoluter Traum von Kater, ruhig, ausgeglichen, anhänglich wie ein Hund. Und das ist die Geschichte, wie wir zu Sheba kamen, oder vielmehr, er zu uns. Letztes Jahr, Mitte Oktober, saß er vor unserer Terrassentüre und schaute in die Küche. Passiert ja öfter mal bei uns, dass Katzen das machen. Hat ein Mäusebussard auch schon mal gemacht. Das war also nix Besonderes. Nach 1 Stunde war die Katze immer noch da und klebte an der Scheibe. Draußen war es windig, es regnete und ich machte auf. Und - ich wußte es damals noch nicht - war verloren. Er miaute mich an, strich um die Beine, ihm schaute der Hunger aus den Augen. Also stellte ich Futter raus, dann nochmal und nochmal und nochmal. Dann noch eine Schachtel mit Isoliervlies und Styropor drunter, damit es warm ist zum Schlafen... Am nächsten Morgen war er immer noch da, also gabs Frühstück. In kleinen Dingen sind wir großzügig! er legte sich wieder in die Schachtel und schlief weiter. Und meldete sich wieder. Dann mussten wir dringend was tun, er hustete, schniefte, die Augen tränten und er bekam schlecht Luft. Also: Tierarzt. Da blieb er ca. 2-3 Wochen in Behandlung. In der Zeit versuchten wir, Besitzer ausfindig zu machen, was uns nicht gelang. Wie sich herausstellte, war er wohl schon 2 bis 3 Jahre alt. Ja und dann wieder, siehe Lucky und Kleine, kommt nicht ins Haus, usw., wollte ihm einen Platz in der Garage richten, weil er offenbar ein Streuner war.Zum Schutz unsrer beiden Damen, weil ich nicht wollte, dass sie mit irgendwas angesteckt werden, war auch noch der Gedanke. Dann bekamen wir ihn wieder zurück und, was soll ich sagen. Raus aus der Transportbox, die Treppe rauf und in die Rundung der Couch, als ob er schon immer da gelebt hätte. Das ist heute noch sein Platz! Und meine Arbeitsplatte im Nähzimmer. Er hat uns regelrecht adoptiert und darüber freuen wir uns alle, denn er ist wirklich ein besonders lieber Kater!
Aber erst war es wieder Stress pur, denn inzwischen hatten sich unsere beiden Zicken verbündet gegen den Kater. Der Ärmste. Die Kleine hat sich nach ca. 3 Wochen als Erste dran gewöhnt, dass da noch einer mitfrißt. Lucky brauchte schon um Einiges länger. Wir haben schier Luftsprünge gemacht und wollten schon feiern, als sie das erste Mal neben dem Kater an der Futterschüssel saß und wirklich ohne Fauchen und Gezeter fraß! Das war wirklich ein Fest!
Auch Sheba ist ein Hauskater mit Freigang, der nachts daheim bleibt. Anfangs sind wir immer gegangen und haben ihn gerufen, damit er heim kommt. Einmal war er 3 Tage verschwunden und wir suchten ihn die ganze Zeit. Er hat sich verlaufen und nicht mehr heim gefunden. Das passiert ihm jetzt wohl hoffentlich nicht mehr.
Sheba [
Reply]
das erinnert mich an meine beiden,
sah immer lustig aus, mit anzusehen: der Kleine durfte immer zuerst sein Habberschlappa essen, und der große hat dann immer brav an der Türschwelle gewartet - da soll doch einer sagen, Katzen könnte man nicht erziehen (lach). Und wenn der Kleine fertig war, trottelte er Richtung zum Großen und gab ihm Köppchen, so jetzt kannste deine Mahlzeit einnehmen.
Wer weiß, wo er sich dat abgeguckt hat (lach). Wahrscheinlich angeborener "Mutter-Instinkt" ??? Erst die kleinen - und dann die großen.
Das ist ja auch witzig! Wir hatten früher schon einen Kater, der so ähnlich wie Sheba aussah. Einen Kartäusermix. Das war auch so einer. Der ging noch eins weiter. Als unsre Katzen damals Junge hatten, wartete er immer vor dem Körbchen, bis die Mama sich verzog. Dann legte er sich zu den Jungen und streckte ihnen den Bauch hin. Manche Katzen sind richtig sozial, die geben immer! Wie bei den Menschen, glaub ich.
Wir haben 's nicht übers Herz gebracht, ihn aufzuklären! Das war auch so ein ganz Lieber! Leider haben sie den nachts fast vor der Haustür überfahren. Deswegen ist mir einfach wohler, wenn ich unsre Miezen nachts im sicheren Haus weiß.
´Das kann ich verstehen, da opfert man sich sogar, und überlässt denen das Sofa (lach).
Wir haben so was ähnliches mit dem großen erlebt - wir wollten unbedingt ein kleines Kätzchen und schwups gab es einen Getigerten - mit der Option, logo - is´n Mädel. Also, bekam
S I E dann den Namen Lisa, und - welch ein Wunder das Kätzchen hat fixe begriffen, wie
i h r Name ist, aber es kam alles ganz anders,
ihr ahnt es schon, gelle? Richtig, Lisa entpuppte sich als Kater. Wat nun, also blieb es dabei, der Kater durfte weiter seinen Namen behalten, nachdem er und wir uns so dran gewöhnt hatten und brachten jedes Mal den Tierarzt durcheinander warum ein Kater denn Lisa heißt - lach.



