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Samstag:
Kati hat mich geweckt. Ich hab ihr was zu fressen gegeben und setz mich an den PC. Da gucken mich zwei große runde Amselaugen an. Der Vogel hat sich nicht bewegt. Ich hab gedacht, dass das ausgestopft ist. Also saß ich da ne ganze Weile am PC. Durch Zufall guck ich wieder in die Richtung des Vogels. Der guckte jetzt mitlerweile aus dem Fenster. Ich gedacht: Hat der vorher nicht anders geguckt? Na ja, egal. Hab ich also weiter am PC gemacht. Denk ich: He, stopp mal, ich hab gestern Abend telefoniert, da war das Teil noch nicht dargestanden. Aber wenn es tot wäre würde es nicht dastehen... Das heißt, das lebt. Ich war da etwas langsam im Verstehen, es war halt auch erst 6 Uhr.Tja, was machen? Erstmal Katze auf dem Balkon aussperren. Zweitens gucken ob Annemarie schon wach ist. Sie war schon wach. "Mama, wir haben einen Vogel in der Wohnung.." Sie hat mich angeguckt, als hätte ich einen Vogel oder Schlafmangel oder so. Sie sich fertig gemacht, ich das Vögelchen aus der Ferne begutachtet. Jetzt war es nicht mehr so ganz in der Starre drinnen. Es bewegte den Kopf: mal guckte es aus dem Fenster, mal zum PC, mal zu mir. Ich hab mitlerweile Wohnzimmertür und Haustür sperrangelweit aufgemacht. Natürlich is es nicht rausgeflogen; das währe ja zu einfach gewesen ;-) Wir überlegten, wie wir den Vogel unbeschadet nach drausen bringen.wir entschieden uns dafür, einen Karton zu nehmen und dann zum Tierarzt, der grad zum Tor raus is zubringen, damit er guckt, ob Kati ihm nicht was angetan hat, oder ob er gar nicht mehr fliegen kann oder so. So hatten wir gedacht. Annemarie hat also versucht ihn einzufangen. Als sich der Vogel dann aber bewegt (welch ein Wunden...) hatte sie aber Angst bekommen. Vor lauter Angst is uns das Vögelchen hinter den Eckschreibtisch, wo ne Menge Sachen drunter sind geflüchtet. Na toll, da kommt man halt nicht so leicht hin. Wir also angefangen, alles darunter rauszuholen.
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