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viel los

Seit Katharina vom Urlaub wieder zu Hause ist, ist viel los. Fast hätte Katharina die Abschiedsfeier von Lena verpasst, weil sie das mit dem Kalender mal wieder nicht im Griff hatte. Die Abschiedsfeier fand Katharina irgendwie echt. Als Katharina am nächsten morgen um 7 Uhr heim kam, wollte Kati grad raus... Dann gings mim Arbeiten wieder los. "Umweltzertifikation" kann Katharina nicht mehr hören. Wobei es ganz lustig war und man sich auf der anderen Seite fragen sollte, ob es auch lustig ist. Stichwort Tor öffnen, Quecksilber und ausgelastet? Katharina geht von Montag bis Donnerstag zum Theorieunterricht. Und sie geht danach Lampen suchen, da sie beschlossen hat, doch noch 100 zu finden. So passiert es, dass sie erst gegen 11 Uhr nach Hause kommt und entsprechend verschlafen morgens aussieht. Freitags hat sie Schule. Nur doof, dass es ihr so ziehmlich egal ist was gemacht wird. Nach 4 std kann sie meistens nicht mehr sitzen. Lena fehlt, seit sie nicht mehr da ist.

8. Oktober


Am letzten Wochenende hat Katharina Lena eine Mail geschrieben. Wie Katharina in ihrem Blog gelesen hat, geht es ihr nicht wirklich gut dort. Was sie wirklich in die Mail reinschreiben sollte, wusste sie nicht. Abgeschickt hat sie das kurze Stück Text trotzdem.

Katharina ist sehr glücklich mit ihrer Arbeit. Die Arbeit macht Spaß, die Kollegen sind nett. Jens beschwert sich zwar, dass sie zuviel macht und ihn nicht sieht, wenn er nach! ihr um die Ecke biegt (sie sieht ja nur aus den Augenwinkeln, dass da jemand! kommt...). Joe und Steffen sind glücklich wenn sie lacht. Michi hat mittlerweile ne Menge Ahnung über sie. Roland zieht sie mit "Abdeck-Dingern" auf. Markus redet liebend gerne von der Schule. Dominik mag lieber Schlösser statt Ausweise. Und Flo verstellt gerne Uhren mit Katharina. Diese Woche war der Zottel da und hat sich erkundigt, was so alles läuft. Einer von den Veranstaltungen meinte, dass er in seinem Altersheim nicht glücklich wird. Glaubt Katharina sofort, als sie gesehen hat, dass er wie ein Honigkuchenpferd grinzt. Flo ist sehr neugierig und hat seit dieser Woche verdammt viel Quatsch im Kopf. Als Katharina am Mittwoch (mit Flo) Kunzi über den Weg gelaufen sind, fragte er, warum Katharina sich mit ihren Kollegen so guuuut versteht. Klasse, was antwortet man auf so eine Frage? "Er ist manchmal etwas schweigsam" Hätte sie etwa sagen sollen, dass sie sie ausgrenzen, weil sie sich manchmal nicht zu Hause waschen kann? Nein, sie lässt es lieber. Wenig später stehen Flo und Katharina und bringen einen Verteiler an die Wand den sie zu zweit mit einem Werkzeugsatz verkabeln. Sah sicher lustig aus.

Heute waren sie das Kraftwerk angucken. Als Katharina im Bus sitzt kommt grad Raffa "Wenn Mira kommt kann sie sich ja zu dir setzten Denis...!" "Bin schon da!" Raffa zieht selten eine so dämliche Fresse. Das Kraftwerk ist nett, aber wirklich mehr weiß Katharina nicht. Die Unterweisung auch. Sie spricht mit niemandem etwas was von ihr aus gegangen wäre.

Morgen ist Schule. Da wird das gleiche nochmal sein. Sie wird ihren Rechner mitnehmen, dann hat sie was zu tun...

Katharina hat gestern Abend, heute früh und heute Mittag nichts gegessen. Sie bekommt Bauchweh. Das Problem ist, dass sie keine Lust hat, was zu essen.

Das Wochenende wird auch nicht besser. Xenia hat keine Zeit. Nur Annemarie und Anna sind zu Hause, das kann eine Aktion werden.

10. Oktober

Katharina hatte Recht. Es ist eine Aktion, mit Annemarie und Anna alleine zu Hause.

Freitag Abend okay. Samstag morgen haben sie Katharina schlafen gelassen. Als Katharina aufgestanden ist und gefrühstück hatte, ist sie los um biometrische Fotos machen zu lassen. Aber das Fotostudio hatte schon zu. Pech gehabt. Am Montag wieder... Katharina verspeißt zum Mittagessen einen Apfel. Als Anna kommt, wird Katharina gleich gefragt, ob sie nicht Fisch essen will. Will sie nicht. Anna legt sich hin. Katharina sitzt am PC und bestellt endlich ihre Bücher für die Abschlussprüfungen. Als dann Annemarie nach Hause kommt, will sie Katharina irgendwelche Brötchen andrehen. Will sie aber nicht. Katharina ist genervt. Dann fängt sie endlich an, was für ihre Abschlussprüfung zu machen. Als sie nach 120min feststellt, dass sie in dieser Zeit gerade mal die Hälfte der Aufgaben gelöst hat ist sie niedergeschlagen. Weil man in 120 min alle Aufgaben lösen soll. Und dass Katharinas Antworten alle richtig waren bezweifelt sie. Sie löst noch einen Aufgabe zu Sicherheits- und Energietechnik und geht dann runter um zu sehen, wann es Abendessen gibt. Annemarie ist mal wieder einkaufen. Anna wandert zwischen Esstisch und Küche... Katharina macht im Netz Prüfungsfragen für den Führerschein. Auch da ist nichts positives in Sicht. Sie macht die Fragen zu schnell und immer wieder die gleichen Fehler. Als dann Annemarie nach Hause kommt, fängts mit der Hektik an. Noch mit Mantel versucht sie Katharina zu verklickern, dass sie jetzt den Fisch machen wird und die Katze raus muss, damit sie nicht stresst. Katharina jukt nicht wirklich, was Annemarie sagt. Vom Fisch kann sie sie sowieso nicht abhalten. Katharina geht dummer Weise dann doch mal in die Küche. Annemarie sucht den Bratenwender. Und hat irgendeine alte Pfanne auf dem Herd stehen. Zwischendurch stresst die Katze, die was vom Fisch will. Katharina sucht hinter der Küchentür, wobei eine Menge anfängt zu rutschen. Klasse. Nach dem auch auf dem Kühlschrank kein Bratenwender zu finden ist, verwendet Annemarie einen neuen. Katharina kommt auf die Idee, im Backofen nach zu gucken. Da sind auch die sonst üblichen Bratpfannen. Ansonsten hätte Katharina Mehl um den Fisch gemacht und der Katze die Haut gegeben. Dann suchen sie einen passenden Glasdeckel. Annemarie geht dann aufs Klo und überlässt es netter Weise Katharina. Katharina hat die Teller von allen in die Küche. Es prutzelt mächtig in der Pfanne. Katharina versucht mit einem Bratenwender den Fisch zu drehen, was aber nicht klappt, da der Fisch anhängt und Katharina mit dem neuen Bratenwender nicht umgehen kann. Sie holt also den alten, während der neue auf den Boden fällt. Annemarie kommt und tickt aus, weil einer auf den Boden gefallen ist. Katharina versucht zu verklickern, dass er runtergefallen ist, weil der Fisch anhängt und Katharina nicht damit umgehen kann und nicht weil der Bratenwender auf dem Deckel gelegen ist. Annemarie will ihr überhaupt nicht zuhören und kommt nur damit, dass jetzt beide Bratenwender mit Fisch verschmiert sind (waren sie vor Katharinas Aktion schon aber egal!). Katharina bekommt den Fisch nicht von der Pfanne, Annemarie will wissen wem welcher Teller gehört. Sie sagts ihr. Annemarie "schöpft", obwohl Katharina nur rumdrehen wollte. Und sie will schon wieder wissen, wem welcher Teller gehört. Es war besser, dass Annemarie einfach beide Teller genommen hat und gegangen ist. Klar, dass Annemarie später Annas Teller hatte und anders rum. Der Fisch ist nicht richtig durch. Als Katharina später den Tisch abräumt, meint Anna, dass Katharina eine große Hilfe ist. Worauf Katharina antwortet, dass das gar nicht einfach ist, vorallem wenn andere Leute meinen sie wüssten es besser und die einem noch nicht mal zuhören, wenn man sie belehren will. Katharina konnte sich das indirekte runtermachen nicht verkneifen. Und Annemarie sitzt da und grinzt. Katharina räumt lieber dem Tisch ab, anstatt Annemarie zu verklickern, wie toll ein solches Verhaltenmuster ist. Deswegen wollte sie auch keine Fisch essen, weil sie weiß, dass Annemarie immer total genervt ist, wenn sie sich um irgendwas in der Küche kümmern muss. Und das hätte sie auch gemacht, wenn Katharina das alles alleine gemacht hätte. Sie muss ja immer alles kontrollieren.

Thomas hat die defekte Festplatte erfolgreich gegen einen neue ausgetauscht. Erst nach 3 Tagen, stellt Katharina fest, was noch so alles fehlt. Aber das wird noch. Und zum Glück hat er das meiste von der alten Platte noch retten können.

Katharina ist froh, wenn Montag ist.

13. Oktober (veröffentlicht am 17. Oktober)

Und der Montag kam tatsächlich. Sonntag geht Katharina einkaufen (verkaufsoffener Sonntag). Als Katharina wieder nach Hause kommt, sind die zwei Herren schon zu Hause. Thomas macht sich daran das Fliegenchaos in der Küche zu beseitigen, als es klingelt. Vor der Tür steht ein Mann den Katharina noch nie gesehen hat (meint sie zumindest), Thomas begrüßt alle und bietet ihnen was an. Katharina bleibt in der Küche, Falko ergreift ebenfalls die Flucht. Ja, wer keinen Besuch gewohnt ist, geht erst mal drei Schritte zurück. Katharina kann dem Dialekt keine Region zuweisen, den sie aus dem Wohnzimmer hört. Thomas scheint sie zu kennen. Nach einer Weile geht sie dann doch gucken, wer das denn ist. Auch als sie alle drei sieht, kann sie sich keinen Reim draus machen. Nicht mal die Namen sagen ihr was. Nach einer weile hat sie verstanden, der der Sohn kein Deutsch spricht und sie aus dem Elsace kommen. Es sind verdammt weite Verwandte von Annemarie. Noch nicht mal sie weiß genau, wie verwandt sie sind. Als Annemarie nicht auftaucht verabschieden sie sich wieder. Thomas klärt auf. Als dann lange Zeit später Annemarie kommt, guckt sie sehr verwundert, da sich die drei nur alle paar Jahre mal melden und dann aber scheinbar immer unangekündigt... Ein Glück, dass die Wohnung nicht Füße bekommt!

Montag. Als Katharina nicht da war, sind einige Serviceaufträge gekommen, mit denen Katharina den ganzen Tag beschäftigt ist. Alles eigendlich kein Problem, wenn nicht Montag wäre und nichts so klappt, wie man das sonst gewohnt ist. Nichts stimmt so, wies auf ihren Zetteln steht. Über Flo wundert sich Katharina auch immer mal wieder. Warum weiß Katharina bei manchen Sachen besser bescheidt wie er? Warum wird Katharina gefragt, ob sie bei manchen Sachen dabei sind will? Und warum bitte sagt er ihr, wo er ist? Dass Michi und er nicht eine Seele sind hat sie ja schon verstanden. Dann könnte er sicher aber Richtung Kältemaschinen besser auskennen... Oder lassen die anderen das, weil sie wissen, dass er sowieso bald geht? Fände Katharina nicht sinnvoll. Katharina jedenfalls steht auf dem Flur und packt Röhren aus kommt er auf sie zu und verklickert ihr, was er wo mit Hans macht. Ist ja nicht so, dass da, wo Katharina war, eine "Durchgangsstrecke" ist, nein, das Auto ist auch in der entgegengesetzten Richtung. Sie erklärt verdattert, dass sie ja beschäftigt ist. Flo müsste doch von Jens schon mal mitbekommen haben, dass es eigendlich keinen interressiert wer wo was macht.

Heute hat sie dann bei ihrem Lieblingskiosk alles fertig gemacht. Furchbar so auf der Präsenstafel zu stehen. Als sie gerade dabei ist sich zu langweilen kommt Markus und meint, dass da und da Besprechung ist. Ob Katharina auch mit darf. Von Flo kommt ein "Nein, war ich als Azubi auch nicht". Katharina will nur wissen wo und wann. Chefe hat nämlich gesagt, dass es eine Selbstverständlichkeit wäre. Es ging viel länger wie beim letzten mal und es war zumindest manchmal interressant. Nur bei manchen Sachen hat Katharina noch nicht mal gewusst worum es geht. Danach macht sie Mittag und langweilt sich...

17. Oktober

Mittwoch.

Katharina wechselt morgens Lampen. Danach setzt sie sich in die Leitzentrale. Roland kommt und meint sie könnte helfen Lampen reparieren. "Danach kannst du sie haben, Flo." So Sätze hören sich super an... Die Außenlampen gehen gar nicht, sie suchen also den Verteiler und stellen fest, dass sie Visualisierung nicht mit der Realität übereinstimmt. Und lassen erst mal alles. Katharina geht Flo helfen, den Lastenfahrstuhl zurückzubauen bzw die Stromversorgung dazu. Es ist kalt... Sie klemmt die Leitung ab und Flo meckert, dass sie ihm zu arg im Schaltschrank ist, von wegen unter Spannung stehende Teile. Sie(!) passt auf. Auf der anderen Seite sollen sie die Stromversorgung wieder aufbauen. Katharina macht dort den Schaltschrank auf und Flo langt an den Sicherungssockel und bekommt eine gewischt. Nicht arg, aber er hat sich verdammt arg erschrocken. Katharina sagt nix. Sie wissen nicht, wo sie das alles anschließen sollen und lassen erst mal alles. Flo ist geschockt. Im Büro erfährt Michi das neuste. Flo versucht sich mit Summen zu beruhigen, was er natürlich nie zugeben würde... Katharina geht einmal Lampen wechseln. Und trifft Roland mit dem sie dann nach der Außenbeleuchtung guckt. Es steht Wasser drinnen. Roland verpisst sich, während Katharina sie Lampe zusammenbaut. Drei von der Fremdfirma stehen in einiger Entfernung und diskutieren darüber, ob und wie sie fragen sollen, was mit ihrem Stromanschluss ist. Katharina muss innerlich grinzen. Nach ner Weile kommt dann doch einer, wer häts gedacht. Dass Katharina jetzt schon von der Fremdfirma gefragt wird wundert sie wirklich. Roland wäre ja daneben gestanden... Danach is ne Veranstaltung im Ausbildungsgebäude, die Katharina nicht wirklich weiterbringt.

Donnerstag.

Sie macht morgens alles mögliche. Bis sie Flo über den Weg läuft. Sie ziehen von der USV-Anlage ne neue Leitung in die Brandmeldezentrale. Das würde ja alles gehen, hätte man selbst Leitung. Da keine da ist, wollen sie welche von der Fremdfirma, von denen sie aber keinen finden. Nach einigem Suchen haben sie dann doch einen Schlüssel (blödes Versteck!). Als dann endlich die Leitung haben gehts ans Arbeiten. Sie müssen durch einige Brandabschottungen. Zwischendurch schließen die Boiler an oder schalten welche frei. Als Katharina gegen Feierabend aufräumen will, hat sie mal wieder ein Schlüsselproblem. Sie schreibt Flo einen Zettel, weil er über sein tolles Walkietalkie nicht erreichbar ist und Katharina nur ne alte Handynummer von ihm hat. Sie ist mal gespannt auf Montag. Flo hätte ja gerne gehabt, dass sie mit ihm am Freitag in den Vorstandsbüros rumhüpft, aber sie hat Schule...

Freitag.

Katharina geht zwar zur Schule. Bleibt aber nicht lange. Sie geht nach der 3. std wegen Bauchschmerzen nach Hause. Die anderen gucken blöde, weil Katharina auch mal geht. Zu Hause klingelt irgendwann das Telefon: Thomas. Er holt Anna und Katharina soll doch schon mal Kartoffeln fürs Mittagessen kochen. Na klasse. Sie sortiert also Kartoffeln, macht die falsche Platte vom Herd an, lässt so die Karotten verbrennen, lüftet, kocht Kartoffen, lässt Falko rein und schält Kartoffen. Als zwei std später Annemarie nach Hause kommt, meckert sie, dass es verbrannt riecht. Katharina geht an die Decke. Sie kann kaum 10 Minuten gerade stehen, kocht für andere Mittagessen und dann kommt Annemarie und meckert es riecht verbrannt. Man bedenke, Annemarie hat Katharinas Schuhe und Mütze an. Ein Glück, dass Katharina noch nicht zu Hause ist, sondern noch in der Schule...^^ Katharina geht ins Bett und vergisst die Verabredung mit Xenia, die wenig später nicht so begeistert anruft.

22. Oktober.

Samstag ist Katharina dann mit Xenia in die Stadt. Im laufe der Woche war Katharina auch bei ihrer Fahrschule und hatte die letzte Theoriestunde, hat Foto und Sehtest hingebracht und Fahrstunden bezahlt.

Sonntag hat Katharina mit Falko Englisch gelernt...

Montag morgen sucht Katharina Arbeit. Bis Michi kommt und die mit zu einem Kontrollgang nimmt, der den Tag über andauert. Wobei ihm einfällt, dass Katharina ja die Lampe anständig hinhängen könnte. Er frägt viel über Flo. Sie versteht das nicht, er kennt ihn jetzt seit nem 3/4 Jahr... Katharina sucht also den Verteiler, hält die 5 Sicherheitsregeln ein und montiert die Lampe. Am nächsten Morgen macht die die Sicherung wieder rein und die Lampe brennt. Klasse. Sie schraubt die Abzweidose an die Wand, hängt die Lampe waagrecht und genießt die morgendliche Aussicht. Da Katharina dann schon wieder nichts zu tun hat, sucht sie Roland, mit dem sie Kompressoren sucht und dem Gebäudeprüfer die Räume zeigt. Nachmittags soll Katharina ne Fremdfirma beaufsichtigen... Super. Michi erklärt ihr auf was sie achten muss und sie schalten die Trafozelle frei. Katharina guckt also zu wie die zwei ein Viereck aus der Wand stemmen und eine Lüftungsanlange reinbauen. Nicht wirklich interessant. Ihr gefällt es aber, wie präzise die beiden die Steine behauen. Abends wird alles wieder zugeschaltet. Und am nächsten Morgen das selbe Spiel. Freischalten und dann ist sie mit den Jungs alleine. Zwischendurch kommt immer mal ein paar Neugierige und gucken, was sie machen. Katharina kennt die Gesichter, weiß aber nicht wer sie sind geschweige denn was sie machen. Nachmittags kommen Jens und Dominik, der schon wieder grinzt und entsprechende Kommentare abgibt. Katharina muss noch dahinter kommt, warum Katharinas Anwesenheit so ammüsant findet... Ihre Jungs vermehren sich: Eine Erde muss angeschlossen werden. Mittlerweile haben sie den anderen Trafo abgeschaltet und arbeiten nun dort. Es wird alles wieder zugeschaltet. Donnertag das selbe Spiel. Mittags kommen Michi, Dieter und Flo um zu gucken. Die zwei "Monteure" tauen auf... Nachmittags kommen wieder zwei, die die Erde legen. Der eine versucht Katharina zu erklären, dass Roland ganz nett ist. Über die Typen von dieser Firma wundert sich Katharina immer wieder... Michi ist sich im klaren darüber, dass Katharina Freitag Schule hat, was bedeutet, dass er sich einen anderen Aufpasser suchen muss. Davon, dass Katharina Urlaub hat ist er weniger begeistert... Sie muss grinzen. "Wir haben uns doch schon an dich gewöhnt." Wovon Katharina nur nix mitbekommen hat. Sie versucht das Thema Übernahme anzusprechen. Er lästert, dass sie für HuH ja wohl nicht so ganz geeignet ist. Mehr kommt allerdings nicht. Sie beläst es dabei.

28. Oktober

Freitag. Schule.

In der Schule läuft nicht viel. Katharina macht mehr oder weniger ihre Prüfungsaufgaben und bekommt Zugänge zu Programmen. Endlich. Die Mittagspause verbringt sie im Klassenzimmer. Der Becker macht was zu Servomotoren, wenigstens etwas sinnvolles.

Samstag.

Katharina versucht anzufangen mit lernen. Da aber der Rest der Family nicht gehen will, wird das nichts. Katharina müsste im Arbeitszimmer erst aufräumen. Da sie sonst weder einen Überblick noch Platz hat. Ja, aufräumen und lernen hat für sie etwas gemein. Abends bringt sie Falko ins Bett, da der Rest auf irgendeiner Veranstaltung ist.

Sonntag.

Als Katharina aufwacht ist das Bett unter ihr komplett leer. Stimmen sind von unten trotzdem zu hören. Gegen 1Uhr fahren sie dann endlich. Kati belagert den Kühlschrank. Es könnte ja sein, dass die Leber rausläuft... Und Katharina lernt tatsächlich.

Montag.

Kati meint, dass Katharina endlich aufstehen soll. Nach dem Frühstück fährt Katahrina einkaufen. Jetzt wo der beste Laden nicht mehr da ist muss sie fahren. Den großen Laden mag sie nämlich nicht. Sie macht zum Mittagessen Flammkuchen. Zum Nachtisch 250g Alnaturaschokolade... Steffi ruft an. Welch ein Wunder. Bekommen ihre "Leutz" mal wieder ihre Probleme nicht gelöst, dann muss Katharina herhalten. Beim Telefongespräch bekommt sie mit, dass ihr Freundeskreis auseinander fällt... Katharina sagt nichts dazu und frägt, ob sie mit auf den Weihnachtsmarkt will. Katharina liest mit großer Begeisterung Lenas Kirgistan Blog und ihre Mail. Lena fehlt hier. Sie sieht müde aus auf dem einzigen Foto. Zum Abendessen gibts Schinken aus der Packung.

Dienstag.

Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Kati ist happy, dass Katharina schon so früh aufsteht. Auf dem Messplatz wird die Messe aufgebaut. Nach dem sie einmal drumrumgelaufen ist, kommt ihr Fahrlehrer. Katharina lernt alles einzustellen und zu schalten und anzufahren. Er merkt sehr schnell, dass Katharina nicht lenken kann. Sie holen eine andere Schülerin ab und fahren tanken. Zu Hause telefoniert sie mit Thomas, der natürlich neugierig ist. Katharina macht Flammkuchen, hängt die Wäsche ab und lernt.

Mittwoch.

Frühstücken, lernen, telefonieren, essen, Briefkasten leeren, aufräumen. Warten bis der Rest kommt.


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Schlafzimmerschrank

Katharina ist komplett fertig.

Aus dem Schlafzimmer hinter dem Bett im Schrank hat Thomas letztens das Verlängerungskabel geholt. Um dort dran zu kommen, müssen 2m² Kisten weichen. Da Katharina vor ihren zwei Schränken nichts duldet war dort Platz. Katharina versteht das ja alles, sagt also nichts. Was mal wieder nur eine Weile gut ging. Heute ist ihr eingefallen, dass sie in die Stadtbibliothek gehen sollte um dort die Bücher wieder abzugeben. Nur blöd, dass die Bücher in ihrem Schrank sind. Um an die Bücher im Schrank zu kommen, muss man ihn aber ganz auf machen. Katharina schiebt also die Kisten wieder hinter das Bett. Da merkt sie dass die Tür vom Marmeladeschrank einwenig offen steht (die Schiebetüren kemmen manchmal). Um den Schrank richtig zuzumachen muss man die Tür erst ein bisschen öffnen um sie zuzuschieben. Genau das tut Katharina auch. Es rumpelt im Schrank, die Gläser hört man fallen. Und das alles um 13:50. Die anderen wollten zur Einweihung von dem Gemeindehaus. Annemarie frägt sie total entsetzt, was Katharina gemacht hat. Katharina verklickert ihr ziemlich klar, dass sie jetzt besser ruhig ist. Katharina wusste genau, wenn Annemarie irgendwas falsches sagt verlieren beide vollkommen die Nerven. Katharina geht also zu Thomas um ihm zu verklickern was passiert ist. Die obersten zwei Einlegeplatten sind runtergekommen, weil sich die Schrankwand nach außen gebogen hat.

Thomas räumt also durch den vorhandenen Schlitz die ganzen Marmeladegläser aus. Katharina sucht Kartons und stellt sie rein. Annemarie bekommt es sogar auf die Reihe ein paar Kartons dazuzusteuern, bekommt allerdings die Kriese als Katharina schmutzige Kartons aufs Bett stellt (da muss sowieso alles runter, ist voller Scherben). Annemarie erklärt, dass Katharina mal wieder an allem schuld ist, weil Thomas sie nicht wecken wollte, um das Kabel wegzuräumen. Der nächste der an den Schrank gekommen wäre, wäre das gleiche passiert. Katharina erklärt, dass sie Annemarie für das ganze Chaos verantwortlich macht. Das einzigste Argument das Annemarie einfällt ist, dass Katharina nicht so schreien soll. Annemarie kommt zum Glück auf die Idee zur Einweihung zu gehen. Katharina und Thomas räumen weiter. Es sind viel mehr Gläser, wie Katharina dachte. Ein Wunder, dass die Bretter nicht vorher gebrochen sind. Was Katharina am fertigsten macht ist, dass sie sich verantwortlich fühlt. Und genau das weiß Annemarie.


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Enkelurlaub

12. September 2009

Kaum ist Katharina mal nen Abend nicht daheim, tut sich was: Andrea hat angerufen. Ob sie nicht Lust hätten südlich von München zu Zelten. Katharina hatte Lust, mehr allerdings nicht. Es war nicht ganz einfach Zeit zu finden. Denn eigendlich wäre der Rest der Family zu dem Zeitpunkt am Bodensee gewesen. Und Thomas und Falko beim Opa. Und es wäre auch noch Österreich (sofern man von denen ne Rückmeldung bekommen hätte...). Kurz um, irgendwie gings dann doch. Organisiert wars schnell: Katharina sollte Montag zu Johannes, Jakob und Frauke mit der Bahn fahren und Schlafsack, Isomatte, Besteck und Teller sowie Klamotten mitbringen. Von dort aus würden sie mim Auto Andrea, Arne und Martin abholen und dann gemeinsam zum Campingplatz fahren. Gesagt getan. Dort haben sie zwei Schlafzelte und ein Gemeinschaftszelt aufgebaut und sind dann gemeinsam einkaufen gegangen. Schon mal mit 6 anderen Leuten einkaufen gewesen? Jeder will was anderes! Sie haben den ganzen Markt unterhalten. Geeinigt haben sie sich aber doch immer. Abends waren sie auf der Liegewiese mit der Slackline. Auf dem Campingplatz sind sie ganz schön aufgefallen ("Seid ihr alle Geschwister, ihr seht euch so ähnlich?" "Wo sind denn eure Eltern?" "Ach ihr seid ganz alleine da?" "Is ja toll!). Abends gabs Nudeln. Dabei haben sie festgestellt, dass sie keinen Kochlöffel dabei haben... Sie sind sehr früh ins "Bett". Am nächsten Morgen (Dienstag) wurde sie von der Sonne gegen halb 10 geweckt. Die Jungs sind "Semmel" holen gegangen. Für den Mittag haben sie geplant, dass sie belegte Semmel mitnehmen und an den See gehen. Um dort eine Hütte zu bauen. Die Schwierigkeit bestand darin einen sichtgeschützten Ort zu finden. Aber wer suchet, findet! Auf einer Halbinsel haben sie also angefangen mit der ausgeliehenden Axt (Dieter oder Proviant genannt) Eckpfosten zu besorgen. In den lehmingen Boden waren sie gut zum Hineinstecken. Danach gings an die Wände. Die rechte Seite mit eingewebten jungen Ästen, die linke Seite aus morschen Stämmen. Im nun gebauten Schatten gabs dann Mittagessen. Danach gings an den See. Alle waren sie schwimmen. Martin und Johannes sind dann noch mal los um jedem einen Stück Buchenholz mitzubringen um einen Kochlöffel zu schnitzen. Ein Taschenmesser hat ja schließlich jeder. Also saßen 7 Leute da auf einer Liegewiese und haben ein einem Stück Holz geschnitzt... Sie wurden merkwürdig beäugt. Zurück am Campingplatz wollten sie grillen. Sie hatten gestern Abend der Frau gesagt, dass sie sich gerne den Grill ausleihen würden. Also dachten sie, dass sie jetzt grillen könnten. Die Jungs also los, den Grill holen. Und kam mit langen Gesichtern wieder. Der Mann hat den Grill schon an andere vergeben. So is es wenn die Paare nicht miteinander reden... Jakob und Arne sind dann zum Grill und haben den anderen geholfen beim Anzünden, sonst wär das nie was geworden (mit gefalteter Zeitund wird das nix!). Als dann der Grill da war, gabs groß was zu essen. Danach haben sie sich mit Kartenspiele und Singen die Zeit vertrieben. Mittwochs wollten sie morgens dann wieder zu der noch nicht fertigen Hütte. Ging aber nicht so einfach, da eine Gruppe aus 7 Leute da war die dort so was wie Biounterricht gemacht haben. Also haben sie sich an den See gelegt und Karten gespielt. Als sie endlich weg waren haben sie sich ans Dach gemacht. Zu erst Querstreben, dann reinflechten in beide Richtungen und dann Gras bündeln und oben drauf und dann mit einem Querbalken fixieren. Am Schluss is die Paketschnur zu enden gegangen. Dann haben sie Rinde genommen, ging auch. Danach kam die Vorderwand mit Tür. Die Vorderwand wieder aus morschen Ästen. Am Schluss sah das ganze super aus. Vor allem ist es ein klasse Gefühl, dass man innerhalb von zwei Tagen zu 7. eine Hütte bauen kann in die alle rein passen. Das gibt einem das Gefühl, dass alles zu schaffen ist, wenn nur alle mithelfen und man daran glaubt. Abends hats Schinkennudeln gegeben. Und Kochlöffelschnitzen. Donnerstag sind sie im See beim Campingplatz schwimmen gewesen. Sie haben sich auch ein Boot ausgeliehen um damit zur Hütte zu kommen. Man sieht sie nicht, wenn man nicht ganz genau weiß wo sie ist, oder man 7 Meter davor ist. Klasse. Sie hatten immer Angst man würde sie sehen. Nach Reis mit Geschnetzeltem sind sie nochmal zur Hütte um drumrum aufzuräumen und Beweisphotos zumachen. Dann haben sie Arne zum nächsten Bahnhof gefahren. Abends haben sie noch lange geredet bis sie ins Bett sind. Nachts wurden fast alle vom Regen geweckt. Mit Wolken wurde sie auch erst vieel später geweckt. Nach dem Frühstück gings ans Packen. Es war zwar alles naß aber es ging nicht anders. Andrea und Martin haben sie nach Hause gefahren und dann hat Johannes sie in den Zug gesetzt. Thomas und Anna kamen zum Abholen.

Es waren 5 unvergessliche Tage. Das wollen sie früher oder später zu 11. wiederholen (für den daheim gebliebenen gabs Freundschaftsbändchen als Trost). Als Großziel ist schon jetzt Schweden angepeilt ;-)


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