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Wagner, Kriebel & Co
Mit der doch sehr harten Sachlichkeit hatte Katharina nicht gerechnet. Aber warscheinlich kann man das nur als Ausenstehender so beschreiben. Katharina wird warscheinlich des nächste mal was sagen, zu der Kürze/Länge des Berichts. Unter etwas kurzem hatte sich Katharina ein paar Fachbegriffe oder gar ein Buchstaben-Zahlengewurschtel vorgestellt und keine 1 1/2 Seiten ausführlichste Dokumentation, kann man schon fast sagen. Mit vorher, jetzt und nachher... Katharina will nicht wissen, was dann ein langer Bericht ist. Da wäre mal die Frage ob Katharina das überhaupt will. Kann sie gar nicht wissen können. Weil, wieso sollte sie sich für etwas bewusst entscheiden, bei dem sie gar nicht weiß, ob das gut oder besser ist? Will sie sich so weiter von dem jetzigen Umfeld lösen? Weiß sie nicht. Nach Katharinas Einschätzung müsste eine "Musslösung" her. Irgendwas, was eine zwanghafte Veränderung mit sich bringt. So könnte dann keiner dran rum nörgeln, sondern jeder wüßte, dass das so sein musste. So wie es jetzt ist, ist es zwar nicht gut, aber man muss sich nicht damit auseinandersetzen. Weil es schon so ist. Man meckert zwar dran rum, aber eigendlich ist klar, dass sich nichts ändert. Warum sollte sich auch was ändern? Der Rest der Welt ändert sich sowieso nicht und selbst was machen... Man weiß, dass man da auf Widerstand stößt. Widerstand ist immer etwas schlechtes. (Im Gegensatz zu Wiederständen^^) Man hat herausgefunden, dass es nach einer bewusst versuchten Veränderung schlechter geht, wie vor der Veränderung. Da probiert man nicht oft. So verdrängt man das ganze in Schokolade. Nicht, dass Katharina Angst hätte, es könnte sich unvorteilhaft auf ihren Körper auswirken. Viel mehr macht es ihr Bedenken, dass es gar keine Auswirkungen hat. Bei Anna in der Reha hat sie 51,3 gewogen. Wobei ihr ihr Gewicht eigendlich herzlich egal ist. Ob es jetzt 48 ist oder 56 ist ihr egal. Höher kommt sie sowieso nicht und niedriger wäre schlecht. Ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit wäre mit Sicherheit der Führerschein. Den will Katharina aber nicht machen, weil sie sich vorstellt, dass es nicht so praktisch ist, wenn sie sich beim Fahren rumdreht, weil sie mal wieder was gesehen hat, was nicht da ist. Sport is so eine Sache. Jetzt macht sie nix. Außerhalb von Family und Arbeit hat sie Kontakt zu 3 Leuten. In irgendwelchen Gruppen ist sie nicht integriert, zumindest hat sie nicht den Eindruck. Sie müsste also zuerst eine Sportart auswählen und dann das auch umsetzten. Das würde bedeuten, dass sie sich in etwas integrieren muss. Und da hat sie Angst vor der Ablehnung.
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