Categories
My Links

« viel später nach Prag | Schlafzimmerschrank »

Enkelurlaub

12. September 2009

Kaum ist Katharina mal nen Abend nicht daheim, tut sich was: Andrea hat angerufen. Ob sie nicht Lust hätten südlich von München zu Zelten. Katharina hatte Lust, mehr allerdings nicht. Es war nicht ganz einfach Zeit zu finden. Denn eigendlich wäre der Rest der Family zu dem Zeitpunkt am Bodensee gewesen. Und Thomas und Falko beim Opa. Und es wäre auch noch Österreich (sofern man von denen ne Rückmeldung bekommen hätte...). Kurz um, irgendwie gings dann doch. Organisiert wars schnell: Katharina sollte Montag zu Johannes, Jakob und Frauke mit der Bahn fahren und Schlafsack, Isomatte, Besteck und Teller sowie Klamotten mitbringen. Von dort aus würden sie mim Auto Andrea, Arne und Martin abholen und dann gemeinsam zum Campingplatz fahren. Gesagt getan. Dort haben sie zwei Schlafzelte und ein Gemeinschaftszelt aufgebaut und sind dann gemeinsam einkaufen gegangen. Schon mal mit 6 anderen Leuten einkaufen gewesen? Jeder will was anderes! Sie haben den ganzen Markt unterhalten. Geeinigt haben sie sich aber doch immer. Abends waren sie auf der Liegewiese mit der Slackline. Auf dem Campingplatz sind sie ganz schön aufgefallen ("Seid ihr alle Geschwister, ihr seht euch so ähnlich?" "Wo sind denn eure Eltern?" "Ach ihr seid ganz alleine da?" "Is ja toll!). Abends gabs Nudeln. Dabei haben sie festgestellt, dass sie keinen Kochlöffel dabei haben... Sie sind sehr früh ins "Bett". Am nächsten Morgen (Dienstag) wurde sie von der Sonne gegen halb 10 geweckt. Die Jungs sind "Semmel" holen gegangen. Für den Mittag haben sie geplant, dass sie belegte Semmel mitnehmen und an den See gehen. Um dort eine Hütte zu bauen. Die Schwierigkeit bestand darin einen sichtgeschützten Ort zu finden. Aber wer suchet, findet! Auf einer Halbinsel haben sie also angefangen mit der ausgeliehenden Axt (Dieter oder Proviant genannt) Eckpfosten zu besorgen. In den lehmingen Boden waren sie gut zum Hineinstecken. Danach gings an die Wände. Die rechte Seite mit eingewebten jungen Ästen, die linke Seite aus morschen Stämmen. Im nun gebauten Schatten gabs dann Mittagessen. Danach gings an den See. Alle waren sie schwimmen. Martin und Johannes sind dann noch mal los um jedem einen Stück Buchenholz mitzubringen um einen Kochlöffel zu schnitzen. Ein Taschenmesser hat ja schließlich jeder. Also saßen 7 Leute da auf einer Liegewiese und haben ein einem Stück Holz geschnitzt... Sie wurden merkwürdig beäugt. Zurück am Campingplatz wollten sie grillen. Sie hatten gestern Abend der Frau gesagt, dass sie sich gerne den Grill ausleihen würden. Also dachten sie, dass sie jetzt grillen könnten. Die Jungs also los, den Grill holen. Und kam mit langen Gesichtern wieder. Der Mann hat den Grill schon an andere vergeben. So is es wenn die Paare nicht miteinander reden... Jakob und Arne sind dann zum Grill und haben den anderen geholfen beim Anzünden, sonst wär das nie was geworden (mit gefalteter Zeitund wird das nix!). Als dann der Grill da war, gabs groß was zu essen. Danach haben sie sich mit Kartenspiele und Singen die Zeit vertrieben. Mittwochs wollten sie morgens dann wieder zu der noch nicht fertigen Hütte. Ging aber nicht so einfach, da eine Gruppe aus 7 Leute da war die dort so was wie Biounterricht gemacht haben. Also haben sie sich an den See gelegt und Karten gespielt. Als sie endlich weg waren haben sie sich ans Dach gemacht. Zu erst Querstreben, dann reinflechten in beide Richtungen und dann Gras bündeln und oben drauf und dann mit einem Querbalken fixieren. Am Schluss is die Paketschnur zu enden gegangen. Dann haben sie Rinde genommen, ging auch. Danach kam die Vorderwand mit Tür. Die Vorderwand wieder aus morschen Ästen. Am Schluss sah das ganze super aus. Vor allem ist es ein klasse Gefühl, dass man innerhalb von zwei Tagen zu 7. eine Hütte bauen kann in die alle rein passen. Das gibt einem das Gefühl, dass alles zu schaffen ist, wenn nur alle mithelfen und man daran glaubt. Abends hats Schinkennudeln gegeben. Und Kochlöffelschnitzen. Donnerstag sind sie im See beim Campingplatz schwimmen gewesen. Sie haben sich auch ein Boot ausgeliehen um damit zur Hütte zu kommen. Man sieht sie nicht, wenn man nicht ganz genau weiß wo sie ist, oder man 7 Meter davor ist. Klasse. Sie hatten immer Angst man würde sie sehen. Nach Reis mit Geschnetzeltem sind sie nochmal zur Hütte um drumrum aufzuräumen und Beweisphotos zumachen. Dann haben sie Arne zum nächsten Bahnhof gefahren. Abends haben sie noch lange geredet bis sie ins Bett sind. Nachts wurden fast alle vom Regen geweckt. Mit Wolken wurde sie auch erst vieel später geweckt. Nach dem Frühstück gings ans Packen. Es war zwar alles naß aber es ging nicht anders. Andrea und Martin haben sie nach Hause gefahren und dann hat Johannes sie in den Zug gesetzt. Thomas und Anna kamen zum Abholen.

Es waren 5 unvergessliche Tage. Das wollen sie früher oder später zu 11. wiederholen (für den daheim gebliebenen gabs Freundschaftsbändchen als Trost). Als Großziel ist schon jetzt Schweden angepeilt ;-)


 #